
Bei unserem letzten längeren Spaziergang mit Flòki habe ich einmal ganz bewusst darauf geachtet, was hier eigentlich alles auf den Feldern wächst. Wir wohnen am linken Niederrhein – und gerade jetzt im September ist die Landschaft unglaublich abwechslungsreich.
Auf den Feldern sieht man riesige Möhren, Lauch, Grünkohl, Kartoffeln, Sellerie und Mais. Und dazwischen leuchten schon die ersten Kürbisse in ihrem kräftigen Orange. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue schön zu sehen, wie viel hier in unserer Region angebaut wird. Man fährt sonst oft einfach daran vorbei, ohne wirklich wahrzunehmen, was direkt vor der eigenen Haustür wächst.
Und auch bei den Obstsorten hat der linke Niederrhein einiges zu bieten. Äpfel und Birnen hängen an den Bäumen, dazu gibt es Johannisbeeren und natürlich die vielen wunderschönen Pflaumen, die gerade jetzt im Spätsommer und frühen Herbst ihren großen Auftritt haben.
Während Flòki also fröhlich seine Runde gedreht hat, bin ich immer wieder stehen geblieben und habe mir die Felder angeschaut. Besonders die Kürbisse hatten es mir angetan. Vielleicht liegt es daran, dass sie für mich einfach der Inbegriff des Herbstes sind – wenn die ersten Kürbisse auftauchen, darf es in meiner Küche ruhig wieder etwas gemütlicher und wärmer werden.
Und so kam mir die Idee, aus einem Hokkaido ein Kürbis-Curry zu kochen. Cremig, würzig und mit Kokosmilch, Kichererbsen und feinen Gewürzen. Ein unkompliziertes Gericht, das wunderbar in diese Jahreszeit passt und gleichzeitig zeigt, wie vielseitig so ein Kürbis sein kann.
Bei der Kürbisfüllung habe ich diesmal übrigens gleich etwas mehr gemacht. Die Hälfte davon habe ich zur Seite gestellt, denn daraus ist am nächsten Tag noch etwas ganz Besonderes entstanden. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht – nur so viel: Ein bisschen Gouda dazu, und aus der Kürbisfüllung wird etwas ganz anderes. Das Rezept dazu gibt es schon ganz bald hier auf dem Blog.
Das Curry schmeckt wunderbar pur mit etwas frischem Koriander oder Petersilie, aber ich serviere es am liebsten mit lockerem Basmati- oder Jasminreis. Der Reis nimmt die cremige Sauce richtig schön auf. Wer mag, kann dazu auch ein warmes Naan-Brot oder knuspriges Fladenbrot reichen – damit lässt sich die köstliche Sauce bis zum letzten Rest aus dem Teller aufnehmen.
Auch Couscous oder Bulgur passen sehr gut dazu. Und wenn vom Curry etwas übrig bleibt, schmeckt es am nächsten Tag sogar noch aromatischer, weil die Gewürze über Nacht richtig schön durchziehen.
Für mich ist es deshalb genau die Art von Gericht, die ich im Herbst liebe: ein großer Topf, wenig Aufwand und ganz viel Geschmack. Und irgendwie schmeckt es gleich noch ein bisschen besser, wenn die Idee dazu bei einem Spaziergang zwischen den Feldern am linken Niederrhein entstanden ist.
Und wer jetzt neugierig geworden ist, was aus der übrigen Hälfte meiner Kürbisfüllung geworden ist: Bleibt gespannt. Das nächste Rezept wird etwas ganz Besonderes.
Lissi

Kürbis-Curry mit Kokosmilch und Kichererbsen
Zutaten
- 1 Hokkaido-Kürbis, ca. 800 g
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer, ca. 3 cm
- 1 rote Paprikaschote
- 1 EL Öl
- 2 EL gelbe oder rote Currypaste
- 1 TL Currypulver
- ½ TL Kurkuma
- 400 ml Kokosmilch
- 250 ml Gemüsebrühe
- 1 Dose Kichererbsen, ca. 240 g Abtropfgewicht
- 1 EL Limettensaft
- Salz und Pfeffer
- etwas frischer Koriander oder Petersilie
Zubereitung
- Hokkaido waschen, halbieren, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken, Paprika in Streifen schneiden.
- Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer kurz anbraten. Currypaste, Currypulver und Kurkuma dazugeben und kurz mitrösten.
- Kürbis und Paprika dazugeben und alles gut vermischen. Mit Kokosmilch und Gemüsebrühe ablöschen und etwa 15 Minuten köcheln lassen.
- Kichererbsen abspülen, zum Curry geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Das Curry sollte schön cremig sein, der Kürbis aber noch etwas Biss haben.
- Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Zum Schluss das Kürbis-Curry mit frischen Kräutern bestreuen und zusammen mit Reis servieren.
Mein Tipp:
Wenn du das Curry etwas sämiger möchtest, kannst du am Ende ein paar Kürbisstücke mit dem Kochlöffel am Topfrand zerdrücken. Dadurch wird die Sauce ganz natürlich schön cremig. Zum Kürbis-Curry passt Basmati- oder Jasminreis.
Portionsgröße: 4 – 6 Personen
Zubereitungszeit: 45 Minuten plus
Kochzeit: 20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
















